Köln

Cologne

     

Lexikonpunkt D

 


* Darren:

Auf dem Weg zum trinkfertigen Kölsch (oder einem anderen Bier) wird gekeimtes Korn (zum Beispiel Weizenkorn
oder Gerstenkorn) mit heisser Luft auf Gitterrosten getrocknet. Dieser Prozess des Trocknens wird Darren genannt.


* Deutsches Reinheitsgebot:

Nach der Kölschkonvention von 1985 wird Kölsch nach dem Deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut.
Es darf also zur Herstellung von Kölsch-(Bier) nur Wasser, Hopfen und Malz verwendet werden. Hefe wird
im Deutschen Reinheitsgebot zwar nicht explizit erwähnt. Sie ist aber für den Brauprozess von Bier und
natürlich auch vom obergärigen Kölsch unabdingbar.


* Deutzer Brücke:

Wie der Name schon aussagt, wird der auf der schälen Sick (rechtsrheinisch) gelegene Stadtteil Deutz durch
die Deutzer Brücke mit der Kölner Innenstadt verbunden. Die Deutzer Brücke beginnt oder endet linksrheinisch
nahe dem Eisenmarkt/Heumarkt/Frankenwerft. Auf der Deutzer Brücke verkehren alle Arten von Kraftfahrzeugen
sowie die Strassenbahn. Selbstverständlich können auch Fußgänger/Skater/Fahrradfahrer etc. die Brücke
passieren.


* Dicker Herkules:

Der "Dicke Herkules" ist ein alter Verladekran im heute neu gestalteten Rheinauhafen.


* Dicker Pitter:

Als Dicker Pitter bezeichnet der Kölner die im Kölner Dom befindliche, freischwingende Kirchenglocke,
die in hochdeutsch auch St. Petersglocke heisst.


* Dionysosmosaik:

Das Dionysosmosaik ist ein zentrales Ausstellungsstück des unmittelbar am Kölner Dom befindlichen
Römisch-Germanischen Museums. Der historische Steinteppich stammt vermutlich aus der frühen Zeit
(circa 3. Jahrhundert n. Chr.) der noch jungen Stadt Köln, damals noch Colonia Claudia Ara Agrippinensium
genannt.


* Dörp:

Ein Dörp ist im kölschen Dialekt ein Dorf. Der Platz also, an dem sich kein Kölner zu Wohnzwecken verlaufen
will.


* Döskopp:

Ein Döskopp ist eine Person, die nicht ganz bei der Sache ist und deshalb viele Fehler macht. Der Begriff
Träumer oder Trottel trifft es vielleicht auch.


* Dom:

Der Dom. Gemeint ist aus dem Mund eines Kölners der Kölner Dom. Also die gotische Kathedrale,
die den lebendigen Mittelpunkt von Köln darstellt und das Wahrzeichen der Stadt ist. Inzwischen
ist der Kölner Dom auch Weltkulturerbe.


* "Domfontäne":

Als "Domfontäne" wird ein Brunnen auf dem Roncalliplatz (vor dem Kölner Dom) bezeichnet.


* Domplatte:

Die Domplatte ist der Platz vor der Westseite des Kölner Doms. Eigentlich nur dieser Platz heisst
Domplatte. Denn die Domplatte geht südlich des Doms unmittelbar in den Roncalliplatz über. Manchmal
steht aber der Begriff Domplatte (inoffiziell) für den gesamten gepflasterten Platz rund um den Dom.


* Domschweizer:

Domschweizer nennen sich geistliche Ordnungs- und Sicherheitskräfte im Kölner Dom.


* Domstadt:

Gelegentlich wird Köln auch als Domstadt bezeichnet (tituliert).


* Doosch:

Bei Cola, Limonade, Wasser, Tee, Kaffee, Wein und besonders natürlich Kölsch (und vielem mehr) sollte
Doosch in Köln niemand haben. Doosch bedeutet nämlich Durst übersetzt in die hochdeutsche Sprache.


* Dreigestirn:

Der Begriff Dreigestirn kommt aus dem Kölner Karneval. Das Dreigestirn bilden der Prinz, der Bauer und
die Jungfrau. Sie repräsentieren damit jedes Jahr von Neuem und mit wechselnden Personen die
Kölner Karnevalssaison. Übrigens: Auch die Jungfrau wird immer von einem Mann dargestellt.


* Driss:

So ein Driss! Ein Kölner ärgert sich über irgendeinen "Mist", denn Driss heisst Mist. Wird gerne
verwendet, wenn etwas nicht so funktioniert wie gedacht, aber auch bei Personen, die scheinbar nur
Mist oder Unfug erzählen.


* Drüjje Pitter:

Unmittelbar vor dem Dom sprudelt seit dem Jahr 2010 wieder der Petrusbrunnen, der im Volksmund
auch der "Drüjje Pitter" (trockener Peter) genannt wird. Der Name rührt daher, dass dieser Brunnen
in seiner Vergangenheit kaum gut von Wasserleitungen versorgt wurde und daher aus ihm kaum Wasser
heraussprudelte oder zeitweise auch gar kein Wasser.


* Düsseldorf:

Eine Homepage über Köln! Was soll dann die Erwähung der Stadt Düsseldorf hier? Nun, Düsseldorf
und Köln liegen in einer gegenseitigen Rivalität und wenn beide neben Freund auch einen "Feind" haben,
fühlt man(n) (Kölner und Düsseldorfer) sich doch gleich viel besser. Wobei es mir erscheint, dass der
Kölner die "Feindschaft" zu Düsseldorf Ernster nimmt als umgekehrt.


* Duffesbach:

Der Duffesbach ist ein Kölner Bach, der linksrheinisch einige Stadtteile durchquert (zum Beispiel Efferen und
Sülz) und schliesslich im Rhein endet.