Köln

Cologne

     

Lexikonpunkt S

 


* Sancta Colonia:

Die größte deutsche Stadt im Mittelalter (damals noch Colonia genannt, heute natürlich Köln) führte zu dieser
Zeit den Zusatz Sancta. Sancta Colonia heisst soviel wie "Heiliges Colonia", also Heiliges Köln. Neben der
Größe der damaligen Stadt Köln wurde der Namenszusatz auch gewährt, um den zahlreichen heiligen
Reliquien Rechung zu tragen, die sich innerhalb der Stadt/Stadtmauern befanden.


* Sauerland:

Östlich des Bergischen Landes (und damit auch östlich von Köln) schliesst sich die Mittelgebirgslandschaft
des Sauerlandes an. Für den Kölner stellt das circa um 100 Kilometer Entfernung gelegene Sauerland ein
beliebtes Ausflugsziel dar. In der landschaftlichen Schönheit des Sauerlandes mit seinen zahlreichen Seen,
Wäldern und kleinen Städtchen kann der Kölner die Seele baumeln lassen.


* Schäbbisch Gläbbisch:

Als Schäbbisch Gläbbisch bezeichnet der Kölner scherzhaft die benachbarte Stadt Bergisch Gladbach.
Eine hochdeutsche Übersetzung des verkölschten Ausdrucks Schäbbisch Gläbbisch wäre vielleicht:
"Schäbiges Bergisch Gladbach" oder "Hässliches Bergisch Gladbach"


* (Die) Schäl Sick:

Spricht der Kölner von der Schäl Sick, so meint er die Stadtteile Kölns, die sich rechtsrheinisch
befinden. So ist zum Beispiel der Kölner Stadtteil Deutz auf der Schäl Sick (übersetzt ungefähr
falsche Seite) angeordnet.


* (Die) Schildergasse:

Die Schildergasse in Köln zählt mit der Hohe Strasse zusammen zu Europas beliebtesten und
meist besuchten Einkaufsstrassen.


* Schnüss:

Mal kommt aus ihm Gutes, mal weniger Gutes. Schnüss bedeutet Mund.


* Schokoladenmuseum:

Zwischen Heumarkt und Severinsbrücke in Köln befindet sich am Rheinauhafen (Rheinauhalbinsel 1a)
ein Schokoladenmuseum, in dem die Geschichte der Schokolade nachgezeichnet wird. Der Besucher
kann unter anderem an einer nachgebildeten Produktionsstrasse für Schokolade gleich die entstehenden
Produkte (Schokolade) probieren.


* Schrömcher:

Als Schrömcher werden in Köln die senkrechten und waagerechten Striche auf einem Bierdeckel bezeichnet,
die der Köbes (die Bedienung) mit einem Bleistift markiert, um zu sehen, wieviel Bier (Getränke) bereits getrunken
wurden (wichtig für den Bezahlvorgang).


* Schunkeln:

Oberkörper nach links, dann nach rechts und wieder von vorn, ohne den Platz zu verlassen. Das nennt der
Kölner Schunkeln. Besonders gern bei Musik und im Karneval. Am Besten Beides!


* Schwaade(n):

Der Kölner redet (schwaadet) gerne. Gespräche können sich an jeder Ecke und jedem Ende in
Köln ergeben. Es ergibt sich daraus das Gefühl, in einer Gemeinschaft integriert zu sein. Seien Sie
aber bitte nicht überrascht, wenn der Gesprächspartner genau so schnell entschwindet, wie er
kam. Hier in Köln redet man halt gerne.


* Schwule in Köln:

Köln erweist sich für Schwule und Lesben geradezu als Hochburg und Magnet in Deutschland. Hier können
Schwule und Lesben ein nahezu vorurteilsfreies Leben führen mit viel Spass und Lebensfreude.


* Siebengebirge:

Als Siebengebirge bezeichnet der Kölner ein inzwischen hochmodernes, ehemaliges Lagerhaus im
Rheinauhafen von Köln. Aufgrund der sieben Dachgiebeln hat das Siebengebirge seinen Namen
erhalten.


* Skulpturenpark Köln:

Der Skulpturenpark Köln findet sich unmittelbar an der Zoobrücke und liegt nahezu direkt am Rhein, getrennt nur
durch das Konrad-Adenauer-Ufer. Zwischen Riehler Strasse und Konrad-Adenauer-Ufer finden sich, eingebettet
in eine Parklandschaft, viele Skulpturen und Kunstwerke, die nach einigen Jahren teilweise durch neue
Skulpturen/Kunstwerke ausgetauscht werden.


* Spoho:

Spoho ist die Abkürzung für die Deutsche Sporthochschule Köln.


* Sproch:

Köln hat mit seinem kölschen Dialekt seine eigene "Sproch" (Sprache) gefunden/erfunden/entwickelt.


* Stange:

Spricht der Kölner im eigentlichen Sinn von Stange, so meint er ein 0,2 L umfassenden, schlankes
Glas, gefüllt mit köstlichem Kölsch (Bier). Nach "Ausflügen" in die neue Welt der 0,3 L Gläser, kehrt
der Kölner doch wieder zur alten Tradition zurück (0,2 L Gläser). Na dann Prost!


* Stapelrecht:

Im 13. Jahrhundert erhielt Köln durch den Erzbischof das so genannte Stapelrecht. Das heisst, dass alle
Waren, die durch Köln auf dem Land oder Flußweg transportiert wurden, in Köln ausgeladen und gestapelt
werden mussten. Für 3 Tage konnten Kaufleute aus Köln diese Waren handeln und dabei einen hohen
Gewinn einstreichen. Ohne wirklich viel zu tun. Dann wurden die nicht verkauften Waren wieder verladen
und ihrem Bestimmungsort zugeführt. Vorher bat Köln dann die auswärtigen Händler noch mit Gebühren
und Zöllen für die nicht gehandelten und nicht verkauften Produkte zur Kasse. Ein tolles Geschäft für Köln
und Kölner Händler. Ein notwendiges Übel für die Händler, die Köln nicht umfahren konnten.


* St. Augustinus:

Im 13. Jahrhundert n. Chr. wurde in Köln ein Kloster mit Kapelle, und später (14. Jahrhundert n. Chr.)
eine Kirche an gleicher Stelle (Ecke Hohe Straße/Burghöfchen) erbaut. Im frühen 19. Jahrhundert n. Chr.
wurde die Kirche abgerissen.


* Stippeföttche:

Stippeföttche ist ein Tanz/Brauch im Karneval, vorwiegend bei öffentlichen Karnevalssitzungen, bei
dem sich Männer (Rücken an Rücken) gegenseitig ihren Hintern zustrecken und diesen aneinander
reiben.


* Srammer Max:

Das Gericht "Strammer Max" besteht aus einem Roggenbrot (Röggelchen) mit Spiegelei und Schinken.
Dazu wird oft Kartoffelsalat und Gurke gereicht.


* Stössje:

Im Gegensatz zur "Stange" ist das Stössje ein kleineres Glas für Kölsch mit einem Inhaltsvolumen
von 0,1 L. Besonders beliebt bei der Bedienung, der ein Gast ein Kölsch zum Mittrinken spendiert hat.


* Strüßjer:

Strüßjer sind kleine Sträusse Blumen, die in der Karnevalszeit entweder vom Karnevalszug geworfen
werden, oder aber in der Karnevalszeit verteilt werden. Strüßjer gehören wie Kamelle einfach zum
Karneval.


* Sudhaus:

Der Beginn des Brauprozesses von Kölsch (oder allgemeiner von Bier) findet im Sudhaus statt. Dort werden
Malz und Wasser vermischt.


* Suurbrode:

Suurbrode ist das kölsche Wort für Sauerbraten.